Neuseeland Fauna
Die Fauna Neuseelands
Auf Grund der isolierten Lage Neuseelands konnte sich ein einzigartiges Ökosystem auf der Insel entwickeln, in dem Landsäugetiere, bis auf drei Arten von Fledermäusen, gänzlich fehlen. Nischen, die für gewöhnlich von Säugetieren besetzt werden würden, gehören hier den Vögeln.
Vor der Ankunft von Menschen auf der Insel begünstigte üppiges Buschland die Entstehung einer großen Vielfalt an Vögeln. Da diese, bis auf einige Greifvögel, keine natürlichen Feinde zu fürchten hatten, vor denen sie hätten weg fliegen müssen, entwickelten sich im Laufe der Zeit die Flügel einiger Vögel zurück. So entstanden flugunfähige Vögel, die in Neuseeland eine besonders wichtige Rolle spielen. Einer der bekanntesten flugunfähigen Vögel ist wohl der Kiwi. Der größte Vogel der Welt, der Takahe, aber auch der Kakapo-Papagei sowie der bereits ausgestorbene Moa können bzw. konnten ebenfalls nicht fliegen.
Dass der Moa bereits ausgestorben und der Kakapo-Papagei sowie der Takahe zu gefährdeten Arten erklärt wurden, haben die Maori und Europäer, die sich auf der Insel niederließen, zu verschulden. Zum einen gingen sie selbst auf Vogeljagd, zum anderen brachten sie räuberische Säugetiere wie Ratten, Katzen und Wiesel mit auf die Insel. Diese neuen Feinde und der Eingriff in den Lebensraum sind der Grund dafür, dass einige Vogelarten heute bedroht und andere sogar, wie erwähnt, ausgestorben sind.
Zu den bedrohten Vogelarten zählt, neben den bereits genannten Arten, auch der Kiwi, das Nationalsymbol Neuseelands. Heutzutage ist es deshalb schwierig den außergewöhnlichen Vogel mit Nasenlöchern an der Spitze seines langen Schnabels in freier Wildbahn zu Gesicht zu bekommen. Um den niedlichen und dennoch wilden und territorialen Vogel wahrhaftig zu sehen, muss man auf ‚Kiwihäuser’ in Zoos und Wildtierparks zurückgreifen, von denen es einige in Neuseeland gibt.
Die Regierung Neuseelands versucht mit unterschiedlichen Maßnahmen, die durch mitgebrachte Tiere in ihrer Existenz bedrohten heimischen Vögel, vor dem gleichen Schicksal zu bewahren. Durch Kastration, z.B. von Katzen, soll deren Vermehrung eingeschränkt werden. Außerdem ist Neuseeland weltweit Spitzenreiter in der Ausrottung von importierten Tieren und im Begriff, kleinere Inseln vor den Küsten in ihren ursprünglichen Zustand zurück zu bringen und heimische Tiere wieder anzusiedeln. Im nächsten Schritt soll diese Ansiedlung auch auf die beiden Hauptinseln ausgeweitet werden.
Neben weiteren bekannten heimischen Vögeln wie dem Papagei Kea, dem Tui, dem Kuckuckskauz, und dem Weka lebt in Neuseeland eine einzigartige, uralte Reptilienart – der Tuatara, ein Reptil mit Schnabelkopf, das als einziges seiner Reptilienfamilie nicht vor ca. 65 Millionen Jahren ausgestorben ist. Dieses ungefähr 24 cm kleine und damit nicht zu fürchtende Tier wird über 100 Jahre alt und ist heutzutage nur noch auf besonders geschützten Inseln vor der Küste Neuseelands zu finden.
In Neuseeland gar nicht zu finden, sind, ganz im Gegensatz zu Australien, terrestrische Schlangen.
Im Meer vor der Küste Neuseelands lebt eine Vielzahl von Walen und Delfinen. Die seltene Kleindelfinart, der Hector-Delfin, ist nur hier, in den Gewässern vor den Küsten Neuseelands, anzutreffen und ist ebenfalls vom Aussterben bedroht. Mit Delfinen zu schwimmen und Wale zu beobachten sind sehr beliebte Touristenattraktionen in Neuseeland.

Neuseeland Programme
Leben in Neuseeland




